Crosstriathlon DM Schalkenmehren – P4 mit Handicap

Mittlerweile ist seit dem Rennen fast eine Woche vergangen.
Irgendwie fehlen mir die Worte, was ich schreiben soll und der Verstand, wie ich mit dem Rennen letztendlich umgehen soll. Manchmal, vor allem wenn es mal grade nicht so läuft wie ich es gerne hätte, hilft es mir die Dinge einfach aufzuschreiben, zu speichern und dann eventuell an meinen Trainer Marc zu senden. Irgendwie ist das dieses Mal anders.

Zuallererst möchte ich jedoch nochmal Danke sagen. Danke an jeden, der mich in den letzten Wochen, Monaten unterstützt hat und in der Zeit an mich geglaubt hat in der ich es selbst nicht so getan habe wie sonst. Es ist bitter, dass es am Ende nicht so gelaufen ist, wie ich mir das gewünscht habe.


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Vor dem, aber vor allem während des Rennens, habe ich gemerkt, dass ich mental und körperlich nicht in der Lage bin meinen Titel ein weiteres Mal zu verteidigen. 16 Monate ohne Rennpraxis und zwei Verletzungen, die mich echt lange beschäftigt haben, waren auch nicht unbedingt förderlich.

Dass ich so lange verletzungsbedingt nicht Laufen konnte und in den vergangenen Wochen und Monaten Rennen um Rennen nach meiner Zusage, wieder absagen musste, mag sicherlich eine Rolle gespielt haben.


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Der Speed, die Routine im Ablauf eines Triathlons haben einfach gefehlt und es war riskant, die Saison genau bei diesem Rennen, meinem Rennen, beim Vulkan-Cross-Triathlon in Schalkenmehren zu eröffnen. Als Titelverteidiger, zudem zuhause, nicht an den Start zu gehen – auch mit diesem Gedanken hab ich mich im Vorfeld nicht anfreunden können.
Der Typ für die große Ausredenschiene bin ich nicht, will ich nicht und bin ich noch nie gewesen.


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Letztendlich war meine Leistung am Samstag zu schlecht und ich hatte auch auf dem Mountainbike zu wenig dagegenzuhalten, um meinen Titel ein weiteres Mal zu verteidigen. Malte hat das Rennen absolut verdient gewonnen und vielleicht werde ich am Ende des Tages auch irgendwie verdient nur Vierter. Der Spirit, der mich in den letzten Jahren immer wieder angetrieben hat, der hat mir von der Startlinie weg einfach gefehlt.


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Im Endeffekt ist es nur ein, „eines von x Rennen“, welches ich in meiner bisherigen Karriere bestritten und jetzt eben mal verloren habe.
Der Vulkan-Cross-Triathlon ist zwar ein kleines Rennen, eines was die meisten wahrscheinlich nicht einmal kennen, aber ich bin mit ihm und er ist mit mir gewachsen.
Ohne das Rennen hätte ich wahrscheinlich niemals den Weg zum Cross-Triathlon oder dem internationalen Format XTERRA gewählt.
Klar will ich zuhause, wo ich jeden Meter kenne, wo das Publikum hinter mir steht, als wäre ich einer von Ihnen am liebsten immer gewinnen. Aber auch das Verlieren gehört zum Sport dazu.

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Ich danke euch für all die aufmunternden Worte, die Nachrichten und die Anrufe die ich in den letzten Tagen erhalten habe. Ich brauche aber noch etwas Zeit meinen Fokus neu auszurichten und meine sportlichen Ziele nochmal aufs Neue zu definieren.

Jens

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