Moll 11.06 17 1

Bei mir ist es wahrscheinlich nicht anders als bei jedem anderen auch. So ab und zu, mal langsamer mal schneller, braucht es einfach eine gewisse Veränderung oder auch einen neuen Reiz.
In den paar Jahren, in denen ich mittlerweile im Geschäft Triathlon bin habe ich das schon häufiger gemerkt.
Teilweise habe ich sogar einen Aberglauben darin entwickelt, dass ich in dem einen Jahr gut, also mit meinen Leistungen zufrieden bin und in dem anderen Jahr nicht.
Wenn ich so bisschen zurückdenke, dann mag da auch vielleicht etwas Wahres dran gewesen sein.

Ich kann mich noch gut an eine Situation im Jahr 2016 erinnern, in der ich mich einfach nicht dazu aufraffen konnte, beim Schwimmtraining meiner Gruppe mitzumachen.
Nicht einmal für 1000 m bin ich damals ins Wasser gestiegen. Eine ziemlich ähnliche Situation ist mir dann dieses Jahr nochmal über den Weg gelaufen. Eigentlich war ich mit meinen Teamkollegen im Moselstadion zu mehreren, immer schneller werdenden 2000 m Läufen verabredet. Die Gruppe war super an diesem Abend, das Wetter war herrlich und das Tempo, von moderat bis All Out. Nach dem ersten von geplanten sechs 2000 m Läufen hatte ich schon keinen Bock mehr. Das Gefühl hatte ich aber schon vorher, bevor wir überhaupt mit den Läufen begonnen hatten.
Jedes Jahr habe ich diese Zeit, in der ich in ein mentales Loch falle, egal ob ich Erfolg oder Misserfolg habe. In meinen ganzen Jahren im Profisport kommt das immer wieder, mal mehr mal weniger, vor.
Da geht einfach nichts und es passt nichts zusammen. Teilweise weiß ich nicht mal warum das passiert, aber ich habe gelernt es zuzulassen und mir einfach eingestanden, dass es mir dann einfach mal schlecht geht. Es ist eben auch das, dass es einfach grundlos passieren kann, weil wir Menschen und keine Maschinen sind.

Moll 11.06 20

In der abgelaufenen Saison, habe ich zum ersten Mal während der kompletten Saison mit einer Mentaltrainerin zusammengearbeitet. Das ist das was ich meine, immer mal was Neues ausprobieren um einen neuen Reiz zu setzen.
Zuvor habe ich mich länger mit dem Gedanken auseinandergesetzt: warum, wieso und weshalb? Ich glaube das jeder irgendwo oder in irgendeinem Bereich eine Schwäche hat.
Auf einem gewissen Niveau werden die Rennen einfach nur noch im Kopf gewonnen. Es ist nicht immer leicht wenn du als Top Favorit an der Startlinie stehst und quasi alle und jeder von dir erwartet, dass du das Rennen so oder so gewinnst. Für den Betrachter von außen sieht es, wenn es läuft, immer wie ein Kinderspiel aus und danach heißt es, „ach ja, war doch klar, dass der das Ding gewinnt“.

Moll 11.06 6

Am Anfang weiß man ja nie was auf einen zukommt. Ich habe mich auch viel mit engen Freunden darüber unterhalten, was Sie über meinen Ansatz „Mentaltraining“ denken.
Ich bin froh, dass ich den Schritt gemacht habe. Letzten November war die Entscheidung für Mental-Coaching und dafür eine Schwimmeinheit in der Woche wegzulassen keine leichte.
Jetzt wird wahrscheinlich jeder denken, ja klar Schwimmen braucht er ja sowieso nicht. Das mag vielleicht von außen so aussehen, aber dem ist nicht so.
Ich habe mich bewusst für Miriam Moll „Moll Impulse“ entscheiden. Sie hatte anfangs keinen Berührungspunkt mit dem, was ich genau mache. Sie kannte und kennt auch nur die wenigsten Ergebnisse und Resultate, denn diese sind für unsere Zusammenarbeit nicht entscheidend. Im Gegenteil vertritt sie die Überzeugung, dass man auf ein System besser von außen wirken kann also von innen.
Es ist vielmehr, dass, das Sie in den Dingen, welche ich vielleicht als Blockade oder Hindernis sehe, mit einem ganz anderen Ansatz ran geht und versucht diese zu lösen. Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass ich meinem Unterbewusstsein, über eine Art von Hypnose neue Muster mitgeben kann.

Moll 11.06 8

Plötzlich (und oft tatsächlich schon direkt nach einer Sitzung) fiel es mir wieder leicht, meine Laufschuhe anzuziehen und mich sogar auf’s Training zu freuen, ich kam im Rennen leicht in meinen optimalen Flow und konnte ihn halten (das, was für Außenstehende so leicht aussieht, es aber nicht ist), ich konnte sehr gut auf mein Ziel fokussieren, und einiges mehr, was hier nicht verraten wird ..

Klingt spooky, ist aber nicht so.. und kann ich nur jedem empfehlen, es mal auszuprobieren 🙂

Moll 11.06 11

www.moll-impulse.de

Jens

Facebook
Email